von Orga-Team

Wandermarathon 2014

Ein Erlebnis auch jenseits der schmalen Pfade

Kennen Sie den Saar-Hunsrück-Steig? 218 traumhafte Kilometer an bizarren Felsen und idyllischen Bachläufen entlang, durch tiefe Täler und geheimnisvolle Moorlandschaften, romantisch gelegene Seen, verwunschene Täler und phantastische Aussichten.

Mit 64 Erlebnispunkten erreichte er die TOP-Platzierung bei den Fernwanderwegen in Deutschland. Sein Alleinstellungsmerkmal: Mehr als 70 % Naturwege.

Am Sonntag, dem 01. Juni 2014 haben begeisterte  Wanderer die Möglichkeit, ein schönes Teilstück des Saar-Hunsrück-Steigs von Losheim am See bis zum Tagungs- und Besucherzentrum Cloef-Atrium in Orscholz über 29,6 km Länge zu genießen. Von Beginn an wechseln sich schmale Pfade und schöne Fernsichten ab. Die einzelnen Steigungen sind gleichmäßig über die Gesamtstrecke verteilt.

Doch auch ein klein wenig abseits der anspruchsvollen, naturbelassenen Wandermarathon-Strecke können die Teilnehmer Historisches und Spannendes erleben und  entdecken. Kombinieren Sie Ihre Wanderung mit dem Besuch von attraktiven Sehenswürdigkeiten. So lassen Sie uns aufbrechen, den Saar-Hunsrück-Steig zu erobern.

Beginnen wir beim Startpunkt, dem Losheimer Stausee: Das Freizeitzentrum Stausee mit Minigolfanlage, Strandbad, Bootshafen und Gastronomie liegt idyllisch in landschaftlich reizvoller Mittelgebirgslage 330 Meter über Meeresniveau mitten im Naturpark Saar- Hunsrück und bietet der ganzen Familie erlebnisreiche Tage und Aktivitäten. Der See ist Ausgangspunkt für mehrere Premiumwanderwege und Etappen beim Saar-Hunsrück-Steig. Am Ufer des Stausees in Losheim ist mit dem 50.000 qm großen "Park der vier Jahreszeiten" ein Paradies für Gartenfreunde entstanden und im Event-Gelände am See finden regelmäßig Open-Air-Konzerte statt.

Weiter führt der Weg über geschwungene Pfade vorbei an  Farnwiesen, Waldweiher, einem verlassenen Steinbruch durch die Buchenwälder des Metzerbachtals zu einem Höhenrücken bei Bergen mit einem wundervollen Weitblick über große Teile des ganzen Saarlandes. Entlang des Rotenbachtales erreichen wir schon bald das Gasthaus und Reitsportzentrum Girtenmühle. Die Girtenmühle liegt mitten im Waldgebiet auf dem Land. Ruhe, Natur und Gemütlichkeit charakterisieren dieses kleine Paradies, wo der Gaumen mit saarländischen Spezialitäten verwöhnt wird.

Über schier endlose Bergwiesen gelangen wir nach Britten um weiter nach Mettlach zu wandern. Auf dem Weg durch das verschlungene Hölzbachtal begegnen wir zahlreichen geschichtsträchtigen Steinen. Es sind zum einen historische Grenzsteine der früher hier verlaufenden Grenze zwischen Deutschland und Frankreich, auf denen man noch heute die Inschriften erkennen kann. Zum anderen gehören die Steine einer historischen Wasserleitung an. Belohnt werden wir zwischendurch mehrmals mit fantastischen Aussichten in das Tal der Saar. Eine der kugeligen Erhöhungen ist der „Herrgottstein“,  mit 3000 Jahren der älteste Kultstein im Saarland. Der Sage nach lagerte 1351 Erzbischof und Kurfürst Balduin von Trier mit seinen Mannen hier, um sich auf den Angriff der Burg Montclair vorzubereiten und den dort hausenden Raubritter Jakob von Montclair zu züchtigen, und zelebrierte für das Gelingen dieses Unterfangens eine heilige Messe auf dieser Anhöhe. Trotzdem soll es einer achtmonatigen Belagerung der Burg bedurft haben, bevor das Unternehmen erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Über Serpentinen steigen wir nun nach Mettlach hinab durch den verwunschenen Park von Schloss Ziegelberg mit zahlreichen exotischen Baumriesen. In Mettlach sollten wir uns Raum zum Entdecken geben.  Der Mettlacher Abteipark mit dendrologischen Kostbarkeiten und einem kleinen See lädt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten zum Verweilen und Staunen ein: freudig begrüßt uns der moderne, riesige „Erdgeist“ von Andre Heller, der die Darstellung der Erdteile, einem Mosaikpuzzle „Weltkarte des Lebens“ bewacht. Die 14 m hohe, efeubewachsene Skulptur eines stilisierten Vogels, war das Wahrzeichen der EXPO in Hannover. Die aus zwölf Teilen bestehende Weltkarte ist der künstlerisch gestaltete Ausdruck der WWF-Initiative "Global 2000" und hat das Ziel, 238 Lebensräume weltweit unter besonderen Schutz zu stellen, um die ökologische Vielfalt unseres Planeten zu sichern.

Das Herzstück des Parks ist der „Alte Turm“. Diese Grabkirche, für den Gründer des Klosters Luitwin aus dem 10. Jahrhundert ist das älteste, aufrecht stehende sakrale Bauwerk im Saarland. Ein weiterer Hingucker ist der berühmte Schinkel-Brunnen, der 1838 im Auftrag es preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm geschaffen wurde.  Die Keravision ist ein Höhepunkt unter den Sehenswürdigkeiten im Zentrum "The House of Villeroy & Boch". Hier präsentiert sich ein Vierteljahrtausend Unternehmensgeschichte. Im Barocksaal kann man im Film noch einmal die Meilensteine der Unternehmensgeschichte Revue passieren lassen. Hier begleitet Weltstar Sir Peter Ustinov den Zuschauer auf unterhaltsame Weise durch die vergangenen zweieinhalb Jahrhunderte. Der Keravision angeschlossen ist eine Galerie, die vielen Künstlern ein Forum gibt.

Von unserem Etappenziel Mettlach steigen wir nun langsam hinauf unserem Ziel entgegen, immer wieder unterbrochen durch grandiose Blicke auf das enge Tal der Saarschleife, über spektakuläre Pfade.  Unberührte Natur und natürliche Stille begleiten uns auf dem Weg durch die Keuchinger Schweiz und lassen uns etwas entspannen und den Alltag vergessen. Einen der interessantesten Ausblicke, sowohl aus geschichtlicher als auch aus landschaftlicher Sicht, bilden die Ruinen der Burg Montclair. Sie stehen auf der Spitze des 330 Meter hohen Bergrückens, der von der Saar umflossen wird und so einen gewaltigen Burggraben bildet. Die eigentliche Geschichte des Berges beginnt mit der Burg Skiva, die im Jahre 1016 von Bischof Poppo von Trier erobert und zerstört wurde. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurde die Burgruine im Sommer 1993 neu eröffnet und der Bevölkerung zugänglich gemacht.

Begeisternde Panoramen, spannende Felsformationen und faszinierende Naturdenkmäler laden zum Rasten und Genießen ein bis wir schließlich fast am Ziel angekommen sind, dem Aussichtspunkt Cloef. Die Schleife ist ein kleines Naturwunder und gilt als das Wahrzeichen des Saarlandes. Atemberaubend liegt sie auf dem 180 Meter hoch über dem Fluss gelegenen Aussichtspunkt Cloef dem Betrachter zu Füßen. Ihre plötzliche Wende strahlt eine magische Anziehungskraft aus, insbesondere auf Staatsoberhäupter und hochrangige Politiker. Denn hier schauten schon Konrad Adenauer, der damalige französische Präsident Jacques Chirac und auch bereits Kanzlerin Angelika Merkel staunend und ehrfurchtsvoll in die „große Runde“.

Der einzigartige Ausblick auf die Saarschleife bietet einen unvergesslichen Abschluss einer tollen Wanderung. Der gemeinsame Ausklang mit kulinarischem und musikalischem Angebot findet am Tagungs- und Besucherzentrum Cloef-Atrium in Orscholz statt. Jeder Teilnehmer erhält dort seine verdiente Urkunde und ein schönes Erinnerungsfoto als Abschluss einer unvergesslichen Wanderung auf dem Saar-Hunsrück-Steig.

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